Brück-Süd
"Ferkeskamp"



Der Ferkeskamp ist heute ein bevorzugtes Wohngebiet mit Einfamilienhäusern im Süden Brücks zwischen Mauspfad und Flehbach. Die Grundstückspreise liegen dort durchweg über 1000 DM/qm, doch sind hier kaum noch freie Bauflächen zu finden.
Der westliche Teil dieses Wohnviertels besteht aus den Häusern am Lehmbacher Weg, der vor 1934 „Ferkeskampweg" hieß. Dieser war ursprünglich ein einfacher Feldweg, dessen Name an die Schweinewiesen des alten herzoglichen Gutes Gräfenhof erinnerte. Ab Oktober 1933 entstanden dort zunächst sechs Einzel- und neuin Doppelhäuser für Kriegsversehrte, die zu einer Siedlergemeinschaft gehörten und zahlreiche Auflagen bei der Bewirtschaftung ihrer etwa 1100 bis 1200 qm großen Grundstücke zu erfüllen hatten. Der Ferrkeskampweg wurde seinerzeit in "Hermann-Neuhaus-Allee" umbenannt in Erinnerung an einen 1933 verstorbenen SA-Sturmführer. Die Geschichte dieser „Gemeinnützigen Kriegersiedlung der Natiomalsozialistischen Kriegsopferversorgung G.m.b.H." hat Heinz Ganss 1996 ausführlich beschrieben (Unser Brück, Bd. 2. S. 85-96).
Bereits vor 1945 waren über 15 Häuser an der am Hameler Weg und an der Bückebergstraße entstanden. Diese bilden heute mit der Höxterstraße, der Oeynhauser Straße der Lemgoer Straße und dem Deisterweg ein „Weserviertel", das sich durch eine besonders ruhige Lage mit umfangreichem Baumbestand und gepflegten Gärten auszeichnet. Den Südrand des Ferkeskamp bilden die Häuser am Kleinfeldchensweg, der vor einigen Jahren durch eine weitere Reihe schöner Doppelhäusern nach Rath hin ergänzt wurde. Südlich davon erstrecken sich die Wiesen und Felder bis zur alten Erker Mühle, wo der Mauspfad den Flehbach überquert.
Die beonderen Wohnqualitäten des Ferkeskamp bestehen neben seiner Geschlossenheit und seiner großzügigen - und damit nicht zuletzt auch famienfreundlichen - Bauweise in seiner Lage zwischen dem Königsforst im Osten, der landschaftsgeschützten Flehbachaue im Westen und den landwirtschaftlich genutzten großen Freiflächen im Süden und Südwesten. Dies wußte nicht nur der Kölner Juwelier Hölscher zu schätzen, an dessen Tor zu seinem Anwesen noch 1990 das Straßenschild „Ferkeskampweg" hing.


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