Buchenkamp



Der Brücker Ortsteil Buchenkamp liegt zwischen dem Frankenforstbach und der KVB-Linie unmittelbar westlich an Bergisch-Gladbach-Refrath angrenzend. Er besteht aus den beiden Straßen Im Buchenkamp und Bucheckernweg, deren Häuser in den letzten 70 Jahren buchstäblich "in den Wald hinein" gebaut wurden. Dies macht auch heute noch die besondere Atmosphäre des Buchenkamps aus.

Wohl zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand zunächst die "Villa Stemmler" im Buchenkamp 18. Josef Stemmler besaß laut Grevens Afreßbuch 1916 in Köln auf der Hohe Straße 120-122 ein "Leder- und Galanteriewarenhaus" und benutzte das Haus im Buchenkamp als "Sommerwohnung. Die Villa wurde vor etwa 15 Jahren abgerissen, um einem modernen Mehrfamilienhaus Platz zu machen. Auch das bereits 1916 nachweisbare Haus im Buchenkamp 20 gehörte der familie Stemmler, war aber - wohl an den Verwalter der Villa - vermietet.
Das haus Im Buchenmap 1 gehörte laut Adreßbuch von 1926 dem Eisenbahn-Werkmeister Hermann Buchwald, der Teile seiner Ländereien am Bucheckernweg an die Familie Kinne aus Brück verpachtet hatte. Frau Kohnenmergen erzählt 1999, daß Stemmlers und Buchwalds in den 30er und 40er Jahren im Frühjahr immer darauf achteten, daß die Neusiedler am Buchenkamp keine Maiglöckchen auf ihren großen Grundstücken pflückten.

1928 entstanden dann drei große Häuser für Kriegsversehrte, die teilweise noch heute durch ihre schwarze Bretterverkleidung erkennbar sind. Ihr Kaufpreis bertrug seinerzeit 6000 Mark.
Gegenüber - heute Im Buchenkamp 63-73 - verkaufte nach 1933 eine reiche Jüdin ihr Grundstück. U.a. kaufte dort der Brücker Friseur Kohnenmergen eine Parzelle für 1,40 Mark pro Quadratmeter; wegen barzahlung lag der Preis 40 Pf niedriger als zunächst verlangt. Kohnenmergen hatte sich geweigert, ein haus an der Ecke Im Buchenkamp/ Bucheckernweg zu bauen, da die Stadt Köln wegen der dort verlaufenden Stadtgrenze die Errichtung einer Bruchsteinmauer verlangte. Das heutige Haus Hinz (vormals Müller) entstand 1934, das heutige Haus Schoos 1938, das Haus Kohnenmergen 1939.



Städtbaulich neue Akzente setzten die 1997 errichteten, qualitativ hochwertigen Einfamilienhäuser am Bucheckernweg.





© dtb 1999