Die ehemaligen Vorsitzenden der CDU Brück




Christoph Pütz

(* 1889, + 1965, 1945-1956 Vorsitzender)




Christoph Pütz stammte aus Mülheim a.Rh., wo sein Vater eine kleine Maschinenfabrik betrieb. Nach einer Ingenieurausbildung am Technikum in Bingen kam er zu der Kölnischen Gummifädenfabrik in Köln-Deutz, wo er später Betriebsleiter wurde.
1926/27 baute er sein Haus in Brück an der Olpener Straße 695 und engagierte sich sofort für die Belange seines neuen Heimatortes. Seinerzeit wurde im Bürgerverein vor allem aber die Trockenlegung der Bruche diskutiert, um die ständige Mückenplage zu beseitigen.
Als überzeugter Christ wurde Pütz Presbyter der evangelischen Gemeinde Dellbrück/Brück und machte als Mitglied der Kreissynode die Bekanntschaft des Kölner Stadtsuperintendenten Encke. Encke gehörte zu den Mitbegründern der CDP, die etwa ein halbes Jahr später in CDU umbenannt wurde. Diese Frauen und Männer vertraten die Auffassung, daß nach der NSDAP-Diktatur in Überwindung des katholischklerikalen Zentrums eine neue, konfessionsüberfgreifende christliche Partei zu gründen sei. In Brück schlossen sich dieser Idee 1945 neben Pütz u.a. seine katholischen Freunde Christian Scheben und Fritz Kramer an und gründeten die CDU Köln-Brück. Nicht zuletzt auf Schebens Rat hin wurde Pütz erster Vorsit-zender des CDU-Ortsverbandes und konnte als Mitglied der par-teiübergreifenden "Arbeitsgemeinschaft der demokratischen Parteien" wesentliche Weichen für die Entwicklung Brücks in den Jahres des Wiederaufbaues stellen.
Diese Biographien erschienen zuerst in:
BRÜCKER INFORMATUINEN, Heft 100, Dez. 1996